29. Januar 2010
19. Januar 2010
Dass mir trotz der ganzen Laufabstinenz nicht langweilig wird, und das ist obiger Grund zwei, liegt vor allem daran, dass ich derzeit universitär ziemlich eingespannt bin. Neben einer schriftlichen Arbeit die demnächst fertig sein muss, stehen im Februar dann auch einige Klausuren auf dem Plan, deren Vorbereitung meinem Zeitbudget auch einiges abverlangen.
So verbleibe ich, was das Training anbelangt, zwar unzufrieden mit der derzeitigen Gesamtsituation, weiß aber selbst aus meiner inzwischen langjährigen Erfahrung, dass auf jedes Tal auch wieder ein Hoch folgen wird. Seid euch sicher!
3. Januar 2010
20. Dezember 2009
14. Dezember 2009
13. Dezember 2009
3. Dezember 2009
Dass Crosslauf in Belgien ein anderes Standing hat als hierzulande wurde vor Ort schnell klar. So wird dort doch allen Ernstes für ein Rennen des belgischen Lotto Cross Cups Eintrittsgeld für Zuschauer verlangt. Unfassbar denkt man unwillkürlich. Doch sollte man nicht dem Irrglauben folgen, es würde dann der letzte der wenigen Zuschauer ausbleiben. Ganz im Gegenteil. So ein Cross-Klassiker ist ein regelrechtes Happening für Groß und Klein. Das cross-erprobte, belgische Zuschauervolk kommt fast ausnahmslos, ganz professionell in Gummistiefel zum Zuschauen. Zusätzlich wird das Event live im belgischen Sportfernsehen übertragen, daher sind nicht nur entlang der Strecke Kameraposten installiert, sondern es fährt zusätzlich ein Quad mit Kameramann vor der Spitzengruppe vornweg.
Zum Rennen selbst bleibt mir zu sagen, dass zwar verglichen mit dem Rennen der Vorwoche in Darmstadt, ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen war, dieser aber nicht reichte um mich für die Cross-EM in Dublin zu empfehlen. Nach verhaltenem Angang fand ich meine Position im Rennen, konnte auch den ein oder anderen Platz gut machen, für den Sprung ganz nach vorn reichte es aber nicht. Nach 32:18 Minuten im Ziel war ich schließlich der sechste deutsche Junior und nachdem Musa Roba-Kinkal, der Sieger von Darmstadt und Pforzheim, schon vor dem Rennen in Roeselare eine Wild-Card erhielt war klar, dass es für mich nicht unter die Top6 einer Cross-EM Mannschaft reichen würde.
Alles in allem war der Herbst für mich also ein eher lauer, den ich mir im Vorfeld sicherlich anderst vorgestellt hatte. Die mangelnde Spritzigkeit und die Anforderungen in der Uni die letzten Monate, ließen schon in Darmstadt erkennen, dass ich derzeit mit der augenblicklichen Form wenig Mannschaftsdienliches zu Leisten in der Lage bin. Unter diesem Gesichtspunkt sehe ich die erste Nicht-Qualifikation für die Cross-EM in der U23 als relativ gelassen an. Klar wäre ich gerne dabei gewesen, das versteht sich von selbst, aber Dabeisein nur um des Selbstwillens, will ich nicht. Wenn ich mich qualifiziere will ich in einer Form an den Start gehen, bei der ich sicher bin Top-Leistung zu bringen. Sowünsche ich also unserem deutschen Team das Beste, viel Erfolg und bin mir sicher, dass es für viele bestimmt ein tolles Erlebnis sein wird.
Ich für meinen Teil werde nun in Absprache mit meinem Trainer bis zu den Weihnachtstagen mit dem Laufen pausieren und meine Kniewehwechen auskurieren. Bis dahin steht für mich Kraft- und allgemeines Athletiktraining, sowie Physiotherapie im Vordergrund, so dass ich dann gesund und munter ins neue Jahr starten kann.
Dank der Fotos von Arthur Lenz habe ich eine kleine Bildergallerie angelegt, die ihr hier einsehen könnt.
Ich wünsche euch fürs Erste eine schöne Adventszeit und melde mich wieder, sobald es Neues gibt.
27. November 2009
Nun ja, nach einer vom Erfolg verwöhnten Saison 2008/2009 war das zunächst einmal nur deprimierend. Aber was soll ich sagen, eine Maschine bin auch ich nicht. Möglicherweise lag es an dem Stress in der Uni die letzten Wochen, denn das Training lief für meine „Herbst-Verhältnisse“ recht gut. Dass ich seit Wochen an Knieproblemen rumlaboriere, die sich inzwischen nach einer MRT als Schleimbeutelentzündung herausgestellt haben, möchte ich dabei als Ausrede nicht gelten lassen. Im Rennen war ich absolut schmerzfrei. Letztendlich ist es ja auch egal. Ich werde morgen trotzdem nach Belgien fliegen, um in Roeselare am zweiten Quali-Rennen im Rahmen des belgischen Lotto-Cross-Cups teilzunehmen. Ganz nach dem Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Im schlimmsten Fall quäle ich mich noch einen Kilometer weiter – dort geht es in einem Männer-Rennen über 9,5km – durch das Gelände.
Sollte es nicht reichen, sehe ich das nicht als Beinbruch. Klar war die Cross-EM wie die vergangenen Herbste ein Zwischenziel für mich in der Vorbereitung für den kommenden Sommer. Sollte es diesmal mit der Qualifikation aber nicht klappen, werde ich im Anschluss an das Rennen am Sonntag wohl erst einmal eine Weile die Beine hochlegen und die Kniebeschwerden auskurieren, auf dass ich dann zum Jahreswechsel wieder voll einsatzfähig sein werde. Ich werde mich auch bemühen zwischen dem Uni-Stress, der mich nächste Woche wieder voll im Griff hat, früher ein Statement hier auf die Website zu posten. Sorry, dass es diesmal ein wenig spät geworden ist, aber ein paar Tage Abstand habe ich einfach gebraucht.
Abschließend will ich euch noch an einem Interview von einem sehr erfahrenen US College-Coach, Ron Warhurst, der auch den neuseeländischen Olympia Zweiten Nick Willis trainiert, teilhaben lassen. Es geht um Niederlagen in Cross-Rennen, wie sich das für die Läufer anfühlt und wie sie damit zurechtkommen müssen.
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29. August 2009
Gelungene Saison für den Ehninger Langstreckenläufer Philipp Pflieger
Er war Deutscher Juniorenmeister, Achter bei der U23-Europameisterschaft und ist derzeit zweitbester deutscher 5000-Meter-Läufer. „Ich habe dieses Jahr das Optimale rausgeholt“, strahlt Philipp Pflieger.
Dabei gab es Zeiten in diesem Frühjahr, da wollte der Ehninger Langstreckenläufer, der seit zwei Jahren im Trikot der LG Telis Finanz Regensburg läuft, seine Saison verletzungsbedingt schon beenden, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Ein Ermüdungsbruch am linken Kreuzbein zwang ihn ab März zu sechs Wochen völliger Sportpause, nachdem zuvor Ende 2008 schon eine Grippe seinen Start bei der Cross-Europameisterschaft, für die er eigentlich qualifiziert war, vereitelt hatte.
„Erst am 1. Mai konnte ich wieder anfangen 20 Minuten zu joggen“, erinnert er sich an die traurigen Tage zurück. Doch der Ehrgeiz siegte. Schließlich wollte sich der 22-Jährige in seinem letzten Juniorenjahr für die U23-EM qualifizieren und dazu musste unbedingt bis Ende Juni eine 5000-Meter-Zeit von mindestens 14:10 Minuten her. „Wir haben nur eine einzige Chance“, war ihm und seinem Trainer Kurt Ring aufgrund des späten Saisoneinstiegs klar. Doch die nutzte Philipp Pflieger am 12. Juni in Lugano umso konsequenter. 13:54,39 Minuten lief er dort und ließ dabei sogar den Schweizer Olympiateilnehmer Philipp Bandi hinter sich.
Zwei Wochen später sicherte er sich in Göttingen in überlegener Manier den Deutschen Juniorenmeistertitel und wenn er bei der U23-EM in Kaunas/Litauen auch „nicht den besten Tag“ erwischte, so war er hinterher mit Rang acht dennoch hochzufrieden. Als Zugabe gab’s Ende Juli in Leverkusen noch eine neue 1500-Meter-Bestzeit von 3:43,65 Minuten und nur zwei Tage später lief er in Wattenscheid die 3000 Meter erstmals unter acht Minuten (7:59,40 Min.)
Sensationelle Ergebnisse für einen, der bis 2007 bei seinem alten Verein VfL Sindelfingen eher in der zweiten Reihe stand und anderen den Vortritt lassen musste. Das hat sich längst geändert. Seine alten Clubkameraden haben sich kaum verbessert, er den Sprung in die nationale Spitze vollzogen. „Es kommt nicht darauf an wie viel, sondern wie man trainiert“, nennt er sein Erfolgrezept. „Spezifische Tempodauerläufe, Kraft- und Zirkeltraining, viel Leistungsdiagnostik und eine langfristige Planung“, beschreibt er die Änderungen zu früher.
Philipp Pflieger aber denkt schon an kommende Aufgaben. Die deutsche Staffelmeisterschaft über 3 x 1000 Meter, für andere Saisonhöhepunkt, war für ihn Ausklang, ein Einsatz bei der Deutschen Straßenlaufmeisterschaft über zehn Kilometer soll im September noch folgen, bevor im Oktober zwei Wochen „Komplett-Pause“ angesagt sind. Dann beginnt die Vorbereitung für 2010. „Hoffentlich gut durchkommen, ohne Verletzung!“ hat für Philipp Pflieger, der dann 90 bis 120 Kilometer wöchentlich trainiert, oberste Priorität.
„Wenn möglich, in jeder Strecke Bestzeit und eine DM-Medaille über 5000 Meter“, heißen seine nicht unbescheidenen, aber durchaus realistischen Ziele fürs nächste Jahr. Ein erster 10.000-Meter-Lauf auf der Bahn soll dann übrigens auch dabei sein. 29:40,06 Minuten lief hier der Deutsche Meister 2009 Filmon Ghirmai (Tübingen). Ein eher bescheidenes Ergebnis, wissen nicht nur Insider. Wer wie Philipp Pflieger die halbe Distanz trotz Verletzungspause unter 14 Minuten rennt, müsste das eigentlich auch können ...
H. Schmidt
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