24. August 2010
18. August 2010
9. August 2010
6. August 2010
26. Juli 2010
21. Juli 2010
Wow, was ein Rennen! Ungefähr 1400m vor Schluss selbst die Initiative ergriffen und das bis dahin typisch taktisch geprägte 5000m Meisterschaftsrennen in Fahrt gebracht. Dann 400m vor Schluss von fünf Leuten gekontert worden, nur um 300m vor dem Ziel erneut zu überholen und mit Bronze meine erste Einzelmedaille bei Deutschen Aktiven-Meisterschaften zu gewinnen! Letzter Kilometer um die 2:32min, letzte Runde ungefähr in 58s und mit einer Zeit von 13:54,03min meine vierte Zeit unter 14 Minuten 2010, im vierten 5000m Rennen.Es war ein unglaubliches Gefühl als einer der Youngsters im Feld 3,5 Runden vor Schluss die Führung zu übernehmen und damit die finale Phase des Rennens einzuläuten. Das Publikum das einen nach vorn gepeitscht hat, der Fight der letzten Runde und nicht zuletzt auch die Siegerehrung im Stadionrund waren der Wahnsinn.
16. Juli 2010
12. Juli 2010
Von „vorsichtig von hinten heraus laufen“ ist da die Rede, öfter als sonst. Die Auslegung der Strategie ist bei Athlet und Coach aber eine ganz andere. Philipp Pflieger denkt an sein Regensburger Rennen, wo er seinen viel zu forschen Beginn mit einer zähen zweiten Hälfte büßen musste. Der Trainer denkt indessen an die läuferfeindlichen Temperaturen und wie dort sein Schützling drei Stunden später überleben sollte.20 Uhr: Teamkollegin Corinna Harrer gewinnt abgeklärt vor zirka 10.000 Zuschauern das 800 m Rennen der U23 und lässt der Fünften der U20-EM Sofia Öberg aus Schweden mit harten letzten zweihundert Metern in etwas weniger als dreißig Sekunden und bestzeitnahen 2:04,89 nicht den Hauch einer Chance. Sie fühlt sich kurz vor der Abreise zur Junioren-WM nach Moncton in Form, liebt solche heißen Temperaturen. Der Himmel hat sich jetzt zwar etwas zugezogen, es hat aber immer noch schwüle 35 Grad.Indessen schwadroniert Philipp Pflieger am Einlaufplatz permanent von einer neuen Bestzeit, möglichst zehn Sekunden schneller als in Regensburg. Schließlich „hat er im Vorfeld so gut trainiert wie nie zuvor“. Sein Coach geht weg in eine andere Ecke und träumt vom Regentanz seines Schützlings, den jener vor dem Hotel beim morgendlichen Auftakt spaßhaft angesetzt hatte. „Ein paar Grad könnten es schon weniger sein, heute Abend“, sein Argument für die ungewöhnliche Tanzeinlage. Der Blick zum Himmel bringt eine Spur von Hoffnung. Irgendwo muss ein Gewitter runter gekommen sein. Eine etwas kühlere Brise setzt ein.Im Stadion steckt EM-Starter Arne Gabius beim sensationellen A-Lauf mit einer Siegerzeit von unter 13 Minuten nach 3000 m entkräftet auf. Die Haut erzeugt schon beim Rumstehen leichten kühlenden Schweiß. Wenigstens die Sonne hat sich endgültig verzogen und das Thermometer ist endlich knapp unter die Dreißiger-Marke gerutscht. Dafür werden die Windböen immer heftiger. Der Schuss zum B-Lauf über 5000 m fällt, Philipp Pflieger ist mittendrin im hinteren Bereich des Dreißiger-Feldes, so, wie er sich das vorgenommen hatte. Die ersten beiden Kilometer passen, dann fordern die ungewöhnlichen Umstände ihren Tribut. Die Fahrt wird deutlich langsamer. 8:20 für die 3 km-Marke, wo sein deutscher Kollege, der ehemalige 13:25-Mann Sebastian Hallmann aus München aussteigt, sind auch für Philipp Pflieger zu langsam. Einer der stärkeren Kaliber im Feld erbarmt sich und verschärft Kilometer vier in Richtung 2:45. Der Regensburger beißt, es wird hart, aber er lässt nicht abreißen.Zwei Runden vor Schluss beginnt er zu fliegen. Die letzten Tausend in 2:40, die letzte Runde unter sechzig Sekunden. Der schon weit einteilte Führungspulk kommt immer näher. Letztendlich bleiben die Uhren für den Telis-Mann bei 13:46,02 stehen, mehr als sechs Sekunden schneller als je zuvor. Dem Coach fällt ein Stein vom Herzen, dem Schützling ist mal kurzfristig ein wenig übel. Dann geht’s wieder los: „Bei diesen Temperaturen sind eigentlich 13:45 recht cool, aber Kurt, was muss ich bloß machen, um 13:30 zu laufen. Echt hart das Ganze. Ich wusste, ich hab heute die 13:45 drauf, hast Du etwa gezweifelt?“ Die Antwort spart der Trainer aus, der Beweis des unerschütterlichen Glaubens seines Schützlings an sich selbst erstaunt ihn immer wieder auf’s Neue.
Zu den Ergebnissen der KBC-Nacht geht es hier.
Nach etwas Erholung stehen dann nächstes Wochenende die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig auf dem Plan. Ich freue mich schon auf ein interessantes Rennen und bin gespannt, was sich dort erzielen lässt.
Euer Philipp
6. Juli 2010
1. Juli 2010
20. Juni 2010
7. Juni 2010
28. Mai 2010
Mit diesem erfreulichen Ergebnis im Rücken ging es für mich für ein paar Tage für einen Abstecher in die schwäbische Heimat Richtung Sindelfingen, bis ich dann fünf Tage später beim Pfingstmeeting in Rehlingen (24. Mai) über 1500m am Start stehen sollte. Gesagt getan. Unter deutlich veränderten klimatischen Bedingungen (Hitze und Sonne pur) hieß es für mich nach der Koblenzer Vorbelastung einen Test über die Unterdistanz abzurufen. Im B-Lauf und mit fast ausschließlich deutscher Beteiligung lief es für mich zunächst erwartungsgemäß schwer und ich hielt mich in der Mitte des Feldes auf. Als dann Steffen Uliczka seine Attacke 500m vor Schluss setzte waren zwischen uns leider noch ca. sechs weitere Läufer. Mit der zweiten Luft und einer schnellen letzten Runde gelang es mir zwar nicht mehr ganz Steffen zu überspurten, aber noch bis auf 24/100s an ihn heran zulaufen und mit einer 3:44,61min den zweiten Platz zu belegen. Wow! Meine zweitschnellste je gelaufene Zweit über 1500m und das zu diesem frühen Zeitpunkt, nach vorangegangener Vorbelastung lassen mich für den weiteren Saisonverlauf auch auf der Unterdistanz doch einiges erhoffen.
Gerade wegen des bereits guten Ergebnisses über die 1500m, entschieden sich mein Trainer und ich nun kurzfristig auf einen weiteren 1500m Start in Baunatal zu verzichten, um die verbleibende Zeit noch einmal optimal für meine 5000m Vorbereitung zu nutzen. Denn wie der ein oder andere von euch vielleicht schon auf leichtathletik.de gelesen hat, möchte ich bei meinem ersten „ernsthaften“ 5000er diese Saison mal testen was so geht, wenn ich auf Zeit laufe und dann bei meinem Heimspiel bei der Regensburger Sparkassen Gala eine 13:45min ins Auge fassen.
Sonnige Grüße aus Regensburg,Philipp
9. Mai 2010
5. Mai 2010
Nach diesem guten „Opener“, über die für mich noch zugegebenermaßen langen 10000m, freue ich freue mich nun auch wieder in bekannte Gefilde einzutauchen und meine 5000m Vorbereitung in Angriff zu nehmen. Nach derzeitigen Plänen werde ich nach einem Start am kommenden Wochenende bei den Bayerischen Langstaffel Meisterschaften (3x1000m) erstmals in Koblenz beim Mini-Internationalen ein Aufbaurennen über 5000m vorsehen.
30. April 2010
18. April 2010
Kaum aus dem Trainingslager zurück erwartete die Heimkehrer bald eine weitere Überraschung. Einer der Vereinsbuse wurde von unserem Hauptsponsor, der TELIS FINANZ AG, einem kompletten „Re-Design“ unterzogen. Der Bus erstrahlt jetzt in Weiß und ist beidseits mit großen Ausschnitten des TELIS-Fotoshootings von vergangenem Herbst beklebt. Das Wow-Erlebnis bei der ersten Besichtigung war glaube ich jedem ins Gesicht geschrieben. Hey wer kann schon von sich behaupten als Motiv auf einem Bus durch das Land zu touren. Mir gefällt das Ergebnis auf alle Fälle super und es freut mich so einen kreativen Vereinspartner zu haben, der sich für solche innovative Aktionen bemüht.
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche. Auch für mich beginnt morgen der Uni-Alltag wieder. Keep it up!
13. März 2010
8. März 2010
Offenbar steht es um mich derzeit doch schon wieder besser, als ich annehmen konnte und umso mehr freue ich mich inzwischen auch schon wieder auf die nächsten Wochen des Trainings, inklusive des Ende März anstehenden Trainingslagers in Italien und die nun langsam in den Blick rückende Bahn-Saison. Der Auftrieb dieses Rennens lässt sich nicht in Zahlen und Prognosen fassen und ich will es auch gar nicht als besonders herausragend brandmarken, aber es war ein gutes Rennen, nach einer langen schwierigen Zeit und es ist letztlich einfach ein Zeichen dafür, dass sich Dranbleiben, Geduld und Kontinuität irgendwann auszahlen werden.
Wer sich ein kleines Video zum Rennen anschauen möchte, sollte mal bei den Jungs von leichtathletik.tv vorbeischauen, sich aber nicht wundern, wenn der ansonsten super Streckensprecher beim Zieleinlauf meinen Teamkollegen Florian Orth mit mir verwechselt (wir hatten ja auch ähnliche Nummern 223 / 233).
Zum Abschluss gibt es noch ein kleines Presse-Review vom heutigen Montag aus der Sindelfinger Zeitung:
Besser lief es bei ehemaligen VfL- Athleten. Den Vogel schoss Philipp Pflieger ab. In seinem ersten B-Jugendjahr 2003 wurde er erstmals deutscher Mannschaftsmeister im Trikot des VfL. Seither holte er sich jedes Jahr bei deutschen Cross-Meisterschaften eine Medaille ab. In diesem Jahr war es wieder Gold mit der Mittelstreckenmannschaft der LG Regensburg. Auch seine Einzelplatzierung auf Rang sechs war aller Ehren wert. Dabei trainiert er erst wieder seit vier Wochen. „In dieser Woche musste ich nochmal pausieren, weil die Achillessehne zwickte, ich bin über meine Leistung mehr als erstaunt,“ strahlte der Ehninger nach seinem Coup.
3. März 2010
Während die meisten meiner Vereinskollegen, dann im direkten Anschluss an die Woche in Portugal einen Start bei den Bayerischen Cross-Meisterschaften absolvierten, war ich zwar in Ruhstorf auch vor Ort, entschied mich mit meinem Trainer aber kurzfristig aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse doch gegen einen Start, um nach den letzten Wochen guten Trainings nicht gleich das Knie wieder unnötig zu gefährden.
Für mich steht trotz der hartnäckigen Probleme in den vergangenen Monaten am kommenden Samstag ein Start bei den Deutschen Cross-Meisterschaften in Stockach am Bodensee auf dem Plan. Zwar nicht wie man bei mir vermuten mag über die Männer-Langstrecke, sondern aufgrund der bereits erwähnten schwierigen Vorbereitung in Herbst und Winter „nur“ auf der Männer-Mittelstrecke, wo ich in Verbund mit meinen Teamkollegen an einem guten Tag ein wenig in Richtung Team-Medaille schielen werde.Abseits des Rennens freue ich mich am Samstag natürlich auch nach meiner längeren Wettkampfabstinenz das ein oder andere bekannte Gesicht am Bodensee wieder zu treffen.
Man sieht sich also am Samstag.
12. Februar 2010
29. Januar 2010
19. Januar 2010
Dass mir trotz der ganzen Laufabstinenz nicht langweilig wird, und das ist obiger Grund zwei, liegt vor allem daran, dass ich derzeit universitär ziemlich eingespannt bin. Neben einer schriftlichen Arbeit die demnächst fertig sein muss, stehen im Februar dann auch einige Klausuren auf dem Plan, deren Vorbereitung meinem Zeitbudget auch einiges abverlangen.
So verbleibe ich, was das Training anbelangt, zwar unzufrieden mit der derzeitigen Gesamtsituation, weiß aber selbst aus meiner inzwischen langjährigen Erfahrung, dass auf jedes Tal auch wieder ein Hoch folgen wird. Seid euch sicher!
3. Januar 2010
20. Dezember 2009
14. Dezember 2009
13. Dezember 2009
3. Dezember 2009
Dass Crosslauf in Belgien ein anderes Standing hat als hierzulande wurde vor Ort schnell klar. So wird dort doch allen Ernstes für ein Rennen des belgischen Lotto Cross Cups Eintrittsgeld für Zuschauer verlangt. Unfassbar denkt man unwillkürlich. Doch sollte man nicht dem Irrglauben folgen, es würde dann der letzte der wenigen Zuschauer ausbleiben. Ganz im Gegenteil. So ein Cross-Klassiker ist ein regelrechtes Happening für Groß und Klein. Das cross-erprobte, belgische Zuschauervolk kommt fast ausnahmslos, ganz professionell in Gummistiefel zum Zuschauen. Zusätzlich wird das Event live im belgischen Sportfernsehen übertragen, daher sind nicht nur entlang der Strecke Kameraposten installiert, sondern es fährt zusätzlich ein Quad mit Kameramann vor der Spitzengruppe vornweg.
Zum Rennen selbst bleibt mir zu sagen, dass zwar verglichen mit dem Rennen der Vorwoche in Darmstadt, ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen war, dieser aber nicht reichte um mich für die Cross-EM in Dublin zu empfehlen. Nach verhaltenem Angang fand ich meine Position im Rennen, konnte auch den ein oder anderen Platz gut machen, für den Sprung ganz nach vorn reichte es aber nicht. Nach 32:18 Minuten im Ziel war ich schließlich der sechste deutsche Junior und nachdem Musa Roba-Kinkal, der Sieger von Darmstadt und Pforzheim, schon vor dem Rennen in Roeselare eine Wild-Card erhielt war klar, dass es für mich nicht unter die Top6 einer Cross-EM Mannschaft reichen würde.
Alles in allem war der Herbst für mich also ein eher lauer, den ich mir im Vorfeld sicherlich anderst vorgestellt hatte. Die mangelnde Spritzigkeit und die Anforderungen in der Uni die letzten Monate, ließen schon in Darmstadt erkennen, dass ich derzeit mit der augenblicklichen Form wenig Mannschaftsdienliches zu Leisten in der Lage bin. Unter diesem Gesichtspunkt sehe ich die erste Nicht-Qualifikation für die Cross-EM in der U23 als relativ gelassen an. Klar wäre ich gerne dabei gewesen, das versteht sich von selbst, aber Dabeisein nur um des Selbstwillens, will ich nicht. Wenn ich mich qualifiziere will ich in einer Form an den Start gehen, bei der ich sicher bin Top-Leistung zu bringen. Sowünsche ich also unserem deutschen Team das Beste, viel Erfolg und bin mir sicher, dass es für viele bestimmt ein tolles Erlebnis sein wird.
Ich für meinen Teil werde nun in Absprache mit meinem Trainer bis zu den Weihnachtstagen mit dem Laufen pausieren und meine Kniewehwechen auskurieren. Bis dahin steht für mich Kraft- und allgemeines Athletiktraining, sowie Physiotherapie im Vordergrund, so dass ich dann gesund und munter ins neue Jahr starten kann.
Dank der Fotos von Arthur Lenz habe ich eine kleine Bildergallerie angelegt, die ihr hier einsehen könnt.
Ich wünsche euch fürs Erste eine schöne Adventszeit und melde mich wieder, sobald es Neues gibt.
27. November 2009
Nun ja, nach einer vom Erfolg verwöhnten Saison 2008/2009 war das zunächst einmal nur deprimierend. Aber was soll ich sagen, eine Maschine bin auch ich nicht. Möglicherweise lag es an dem Stress in der Uni die letzten Wochen, denn das Training lief für meine „Herbst-Verhältnisse“ recht gut. Dass ich seit Wochen an Knieproblemen rumlaboriere, die sich inzwischen nach einer MRT als Schleimbeutelentzündung herausgestellt haben, möchte ich dabei als Ausrede nicht gelten lassen. Im Rennen war ich absolut schmerzfrei. Letztendlich ist es ja auch egal. Ich werde morgen trotzdem nach Belgien fliegen, um in Roeselare am zweiten Quali-Rennen im Rahmen des belgischen Lotto-Cross-Cups teilzunehmen. Ganz nach dem Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Im schlimmsten Fall quäle ich mich noch einen Kilometer weiter – dort geht es in einem Männer-Rennen über 9,5km – durch das Gelände.
Sollte es nicht reichen, sehe ich das nicht als Beinbruch. Klar war die Cross-EM wie die vergangenen Herbste ein Zwischenziel für mich in der Vorbereitung für den kommenden Sommer. Sollte es diesmal mit der Qualifikation aber nicht klappen, werde ich im Anschluss an das Rennen am Sonntag wohl erst einmal eine Weile die Beine hochlegen und die Kniebeschwerden auskurieren, auf dass ich dann zum Jahreswechsel wieder voll einsatzfähig sein werde. Ich werde mich auch bemühen zwischen dem Uni-Stress, der mich nächste Woche wieder voll im Griff hat, früher ein Statement hier auf die Website zu posten. Sorry, dass es diesmal ein wenig spät geworden ist, aber ein paar Tage Abstand habe ich einfach gebraucht.
Abschließend will ich euch noch an einem Interview von einem sehr erfahrenen US College-Coach, Ron Warhurst, der auch den neuseeländischen Olympia Zweiten Nick Willis trainiert, teilhaben lassen. Es geht um Niederlagen in Cross-Rennen, wie sich das für die Läufer anfühlt und wie sie damit zurechtkommen müssen.
Track and Field Videos on Flotrack
12. November 2009
31. Oktober 2009
25. Oktober 2009
13. Oktober 2009
12. Oktober 2009
24. September 2009
13. August 2009
8. September 2009
29. August 2009
Gelungene Saison für den Ehninger Langstreckenläufer Philipp Pflieger
Er war Deutscher Juniorenmeister, Achter bei der U23-Europameisterschaft und ist derzeit zweitbester deutscher 5000-Meter-Läufer. „Ich habe dieses Jahr das Optimale rausgeholt“, strahlt Philipp Pflieger.
Dabei gab es Zeiten in diesem Frühjahr, da wollte der Ehninger Langstreckenläufer, der seit zwei Jahren im Trikot der LG Telis Finanz Regensburg läuft, seine Saison verletzungsbedingt schon beenden, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Ein Ermüdungsbruch am linken Kreuzbein zwang ihn ab März zu sechs Wochen völliger Sportpause, nachdem zuvor Ende 2008 schon eine Grippe seinen Start bei der Cross-Europameisterschaft, für die er eigentlich qualifiziert war, vereitelt hatte.
„Erst am 1. Mai konnte ich wieder anfangen 20 Minuten zu joggen“, erinnert er sich an die traurigen Tage zurück. Doch der Ehrgeiz siegte. Schließlich wollte sich der 22-Jährige in seinem letzten Juniorenjahr für die U23-EM qualifizieren und dazu musste unbedingt bis Ende Juni eine 5000-Meter-Zeit von mindestens 14:10 Minuten her. „Wir haben nur eine einzige Chance“, war ihm und seinem Trainer Kurt Ring aufgrund des späten Saisoneinstiegs klar. Doch die nutzte Philipp Pflieger am 12. Juni in Lugano umso konsequenter. 13:54,39 Minuten lief er dort und ließ dabei sogar den Schweizer Olympiateilnehmer Philipp Bandi hinter sich.
Zwei Wochen später sicherte er sich in Göttingen in überlegener Manier den Deutschen Juniorenmeistertitel und wenn er bei der U23-EM in Kaunas/Litauen auch „nicht den besten Tag“ erwischte, so war er hinterher mit Rang acht dennoch hochzufrieden. Als Zugabe gab’s Ende Juli in Leverkusen noch eine neue 1500-Meter-Bestzeit von 3:43,65 Minuten und nur zwei Tage später lief er in Wattenscheid die 3000 Meter erstmals unter acht Minuten (7:59,40 Min.)
Sensationelle Ergebnisse für einen, der bis 2007 bei seinem alten Verein VfL Sindelfingen eher in der zweiten Reihe stand und anderen den Vortritt lassen musste. Das hat sich längst geändert. Seine alten Clubkameraden haben sich kaum verbessert, er den Sprung in die nationale Spitze vollzogen. „Es kommt nicht darauf an wie viel, sondern wie man trainiert“, nennt er sein Erfolgrezept. „Spezifische Tempodauerläufe, Kraft- und Zirkeltraining, viel Leistungsdiagnostik und eine langfristige Planung“, beschreibt er die Änderungen zu früher.
Philipp Pflieger aber denkt schon an kommende Aufgaben. Die deutsche Staffelmeisterschaft über 3 x 1000 Meter, für andere Saisonhöhepunkt, war für ihn Ausklang, ein Einsatz bei der Deutschen Straßenlaufmeisterschaft über zehn Kilometer soll im September noch folgen, bevor im Oktober zwei Wochen „Komplett-Pause“ angesagt sind. Dann beginnt die Vorbereitung für 2010. „Hoffentlich gut durchkommen, ohne Verletzung!“ hat für Philipp Pflieger, der dann 90 bis 120 Kilometer wöchentlich trainiert, oberste Priorität.
„Wenn möglich, in jeder Strecke Bestzeit und eine DM-Medaille über 5000 Meter“, heißen seine nicht unbescheidenen, aber durchaus realistischen Ziele fürs nächste Jahr. Ein erster 10.000-Meter-Lauf auf der Bahn soll dann übrigens auch dabei sein. 29:40,06 Minuten lief hier der Deutsche Meister 2009 Filmon Ghirmai (Tübingen). Ein eher bescheidenes Ergebnis, wissen nicht nur Insider. Wer wie Philipp Pflieger die halbe Distanz trotz Verletzungspause unter 14 Minuten rennt, müsste das eigentlich auch können ...
H. Schmidt
18. August 2009
7. August 2009
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8. Juni 2009
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